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Immer mehr Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen

Immer häufiger fehlen die Bundesbürger aufgrund psychischer Erkrankungen in ihrem Beruf. Das geht aus dem neuen Fehlzeitenreport einer großen Krankenkasse hervor. Fast jeder fünfte Fehltag ist mittlerweile dadurch bestimmt.

Warum fehlen Menschen in ihrem Beruf? Dieser Frage geht der TK-Gesundheitsreport nach. Und der Trend der letzten Jahre bestätigt sich: Immer häufiger müssen Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen in ihrem Beruf passen. Bundesweit war im Jahr 2018 fast jeder fünfte Fehltag (18 Prozent) psychisch bedingt.

Besonders häufig betroffen sind dabei Frauen. Sie werden mit durchschnittlich 3,5 Fehltagen pro Jahr weit häufiger aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben als Männer (durchschnittlich 2,2 Fehltage). Erschreckend ist der Langzeit-Trend. Demnach konnte im Zeitraum von 2006 bis 2018 ein Anstieg der Diagnosen von rund 92 Prozent nachgewiesen werden. Für den aktuellen Report wurden Gesundheitsdaten von rund 10,3 Millionen Erwerbspersonen ausgewertet. Im Schnitt fehlte jeder Arbeitnehmer pro Jahr krankheitsbedingt 15,5 Tage.

Psyche immer häufiger auch Grund für komplettes Aus im Beruf

Auch andere Studien belegen, dass die Gefahr einer psychischen Erkrankung im Beruf nicht unterschätzt werden sollte. Laut einer Studie des Analysehauses Morgen und Morgen ist die Psyche auch häufigster Grund, weshalb Personen komplett ihren Beruf aufgeben müssen. Fast ein Drittel bzw. 32 Prozent aller neu anerkannten Berufsunfähigkeits-Fälle in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung resultieren aus einer Nervenkrankheit.

Damit ist auch schon vorgegeben, womit man sich vor dem Aus im Beruf schützen kann: eben einer privaten Berufsunfähigkeits-Police. Ebenso wichtig ist aber auch die Prävention. So lässt eine Studie vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) aufhorchen, wonach zufriedene Mitarbeiter seltener krankgeschrieben sind. 98,4 Prozent der Befragten sagten demnach aus, dass es ihnen wichtig ist, sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen. Und das spiegelt sich auch am Krankenstand:

Sagen demnach Mitarbeiter, dass sie sich wohlfühlen und ihre Arbeit als sinnerfüllend empfinden, kommen sie im Schnitt auf 9,4 Krankheitsfehltage pro Jahr. Passte beides nur schlecht zusammen, waren es jedoch sogar durchschnittlich 19,6 Fehltage. Ein großer Unterschied!

Hier kann jeder Chef selbst dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohler fühlen. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann zum Beispiel einen Beitrag leisten, Stressfaktoren im Unternehmen ausfindig zu machen und etwas für die Gesundheitsförderung in der Firma zu tun. Auch eine betriebliche Krankenzusatzversicherung schafft zusätzliche Gesundheitsanreize: sei es über Sport- und Massageangebote, einen Zuschuss für Zahnersatz oder finanzierte Vorsorgeuntersuchungen. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung! 

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