Im Cyber-Bereich steigen die Schadenaufwendungen so stark, dass die Versicherer in die Verlustzone rutschen.

Aktuelle Auswertungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen einen wachsenden Markt für Cyberversicherungen. Ende 2021 besaßen knapp 243.000 Kunden eine Cyberversicherung – ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Ähnlich stark legten die Vertragszahlen auch im ersten Halbjahr 2022 zu, so der Verband.

Dem gegenüber stehen aber zunehmende Cyber-Angriffe und höhere Schadenaufwendungen für die Versicherer. So nahm die Anzahl der versicherten Hackerangriffe um 56 Prozent zu und liegt nun bei 3.700 Schäden. Die Leistungen, die die Versicherer für die Cyberschäden erbrachten, beziffert der Verband auf 137 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verdreifachte sich dieser Wert nahezu.

Der GDV drängt darauf, dass insbesondere Kleinstunternehmen die vom Verband empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zur Schadenverhütung sorgfältiger umsetzten. Dazu zählen u.a.:

  • Verwendung komplexer Passwörter 
  • Verschlüsselung von Mobilgeräten 
  • Firewall für das Firmen-Server 
  • Einrichtung und sparsame Verwendung von IT-Adminzugängen
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